Leros ist eine der Dodekanese-Inseln zwischen Patmos und Kalymnos, nahe bei Lipsi.
Die ersten Dörfer der Insel wurden von Karern, Lelegern und Phöniziern
gegründet und entwickelten sich, als sich im minoischen Zeitalter die Kretaner
dort niederließen. Später kamen dann die Dorer und die Joner, deren
kultureller Einfluss entscheidend war.
In der Klassik wurde die Insel nach dem Modell der Athener Demokratie regiert und
entwickelte sich beachtlich. Im byzantinischen Zeitalter folgte die Geschichte
dann der der übrigen Dodekanese; in der Zeit wurden die Burg und die Jungfrauenkirche
sowie die alte Festung (Paleokastro) an der Stelle der Zyklopenmauern errichtet.
1309 wurde die Insel von den Johannitern erobert, die sie bis zum Jahr 1523 hielten,
in dem sie unter die Herrschaft der Türken geriet. 1821 beteiligte sich Leros
aktiv am Aufstand gegen die Türken. Während der Balkankriege von 1910-1913
traten die Italiener an die Stelle der türkischen Posten, um einen reibungslosen
Schiffsverkehr in der Ägäis und den Dardanellen zu garantieren.
Der Vertrag von Lausanne bestätigt 1923 den legitimen Besitz der Dodekanese
seitens Italien. In der Zeit des Faschismus und des Zweiten Weltkriegs wurde Leros
dann zur Haupteinsatzbasis und zur Waffenkammer der italienischen Flotte in der Dodekanese.
Am 7. März 1948 wurde die Insel dann endgültig wieder an Griechenland angeschlossen.
Die zerklüftete Küste ist von unzähligen kleinen Buchten mit Sand -
oder Felsstränden gerahmt, hinter denen zahlreiche Touristenorte liegen.
Agia Marina ist der Hauptort der Insel, auf der sich das wichtigste Leben abspielt;
er liegt an einem natürlichen Hafen, der wie ein Amphitheater von zwei Hängen
eingefasst ist. Trotz des regen Lebens bewahrt das Städtchen seinen malerischen
Charakter mit den dicht aneinander gebauten weißen Häuschen und den
faszinierenden neoklassischen Gebäuden.
Auf dem 300m hohen Apitiki-Hügel thronen noch die Reste einer antiken venezianischen
Burg und daneben liegt die Marienkirche mit dem wertvollen vergoldeten Altargitter
und zahlreichen alten Heiligenbildern.
Panteli, das malerische Fischerdorf gleich hinter Platanos im Südosten
der Insel, hat einen wunderschönen Sandstrand und zahlreiche gute Fisch-Restaurants.
Die Bucht ist auch ein guter Windschutz für die zahlreichen Boote, die im Sommer
die Insel ansteuern, und für die zahlreichen Fischerboote. Nicht weit entfernt
davon liegt der zauberhafte Strand von Vromolithos.
Lakki ist der größte natürliche Hafen der östlichen
Ägäis südwestlich von Leros. Als sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts
die Italiener hier niederließen, nannten sie den Ort Porto Lago und veränderten
durchgreifend sein architektonisches und Landschaftsbild. Noch heute verleihen die
alten und mächtigen Gebäude im neoklassischen Stil dem Ort einen einzigartigen
und ungewöhnlichen Charakter.
Xirocampos, der herrliche Golf 8 km südlich von Agia Marina, am südlichsten
Ende der Insel, liegt der Insel Kalimnos gegenüber. Neben seinen zahlreichen
Stränden sind dort die Überreste der Festung Paleokastro und die über
den Felsen gebaute Kirche der Madonna von Kavouradena zu besichtigen.
Alinta, der ganz hinten im Inneren der Bucht von Agia Marina liegende Ort,
zeichnet sich durch sein kristallklares Wasser und eine üppige mediterrane Vegetation aus.
Sehenswert der Turm von Belleni mit seinem Geschichts - und Folkloremuseum, der Bibliothek,
dem Druckereimuseum und der Gemeindepinakothek.
Krithoni, wo sich das Hotel Nefeli befindet, ist ein kleiner Ort zwischen
Agia Marina und Alinta mit einer üppigen Vegetation, einem schönen Sandstrand
und zahlreichen kleinen Restaurants und Geschäften.
Partheni ist der nördlichste Ort auf Leros. Hier befindet sich der Flughafen
der Insel. Die ins dichte Grün eingebetteten Überreste des antiken Artemis-Tempels
sollten Sie unbedingt besichtigen. In Partheni gibt es auch einen kleinen Hafen mit
guter Bootsanbindung zu Tagesausflügen auf die nahe gelegene Insel Lipsi.
Gourna und Drimona. Im westlichen Teil der Insel öffnet sich der weite
Golf von Gourna, der wegen des schönen Sandstrandes und des niedrigen Wassers vor
allem bei Familien mit Kindern beliebt ist. Folgt man der am Strand entlang führenden
Straße, gelangt man nach Drimona, wo die kleine Kirche der Madonna Gourlomatas
aus dem XIV. Jahrhundert liegt.